Dr. Evlampios Betakis

Stadtverordneter im Frankfurter Stadtparlament

Chemiker, 59 Jahre

Geboren in Chalkidona/Griechenland, verheiratet, eine erwachsene Tochter

Frankfurt ist seit über 30 Jahren meine Wahlheimat. In dieser multinationalen Stadt, in der mehr als 180 Nationalitäten in gegenseitiger Akzeptanz friedlich miteinander leben, fühle ich mich zu Hause.

Weil ich an der Erhaltung und Optimierung der Lebensqualität dieser Stadt mitarbeiten, an der Gestaltung des sozialen Lebens mitwirken und bei Entscheidungen des Stadtparlaments, die für das Miteinander der Bürger relevant sind, mitbestimmen will, engagiere ich mich in der lokalen Politik und setze mich für die Verwirklichung folgender Zielsetzungen ein:

   Beschleunigung des Integrationsprozesses durch die Stärkung der rechtlichen Gleichstellung und Chancengleichheit aller Bürger, ungeachtet ihrer Konfession oder Nationalität, des Geschlechts, ihrer Fähigkeiten und des sozialen Hintergrunds.

In diesen Prozess müssen alle Bürger integriert werden und sich aktiv einbringen.

Es ist wichtig, dass dafür die entsprechenden Voraussetzungen durch Aufklärung und Bildung verbessert werden. Deshalb setze ich mich für die Realisierung folgender Zielsetzung ein:

  • Frühe Förderung aller Kinder in Kindertagesstätten.       

  • Sprachförderung in Deutsch und der Muttersprache, um die Bilingualität zu erhalten und zu optimieren.

  • Interkulturelle Bildung und Erziehung in der Schule, um die eigene Wahrnehmung gegenüber Fremdem zu erweitern, das Verständnis für „Anderes“ und die Herausbildung einer eigenen Identität zu fördern und damit zur Integration in die demokratische Gesellschaft beizutragen.

  • Erweiterung der Projektangebote an Schulen, die auf die Förderung der sozialen Kompetenz und des Demokratie-Verständnisses ausgerichtet sind.

  • Einrichtung von bedarfsgerechten, wohnortnahen Betreuungsangeboten für Kinder von berufstätigen Eltern und Alleinerziehenden.

        Eine ausreichende und preisstabile Wohnraumversorgung ist eine Voraussetzung für soziales Wachstum. Der Neubau bezahlbarer Wohnungen wird dem stetigen Anstieg der Einwohnerzahl Frankfurts nicht gerecht. Verschärft wird die Lage unter anderem dadurch, dass immer mehr Wohnungen des geförderten Wohnungsbaus aus der Mietpreisbindung herausfallen und sich infolge dessen die Anzahl dieser Wohnungen in den letzten 15 Jahren nahezu halbiert hat.

    Deshalb plädiere ich für

  • eine Erweiterung des Investitionsvolumens in den sozialen Wohnungsbaus,

  • das Aufhalten des Segregationsprozesses durch Förderung einer ausgewogenen Bewohner-struktur verschiedener sozialer Schichten,

  • eine energetische Sanierung der Altbaubestände, bei der die Mieterhöhungen die Entlastung durch die verminderten Energiekosten nicht übersteigen.

       Die Kulturpolitik sollte darauf ausgerichtet sein, Bürgerinnen und Bürgern – unabhängig von ihrer ökonomischen Situation – Zutritt zu den Kulturangeboten der Stadt zu ermöglichen. Außerdem erachte ich es als wichtig, dass die Entwicklung der kulturellen Vielfalt von der Stadt organisatorisch und finanziell unterstützt wird.

    Das kann realisiert werden durch

  • ein größeres Angebot bezahlbarer Probe- und Veranstaltungsräume für freie Theater-, Musik- und Tanzinitiativen,

  • Erweiterung des städtischen Atelierprogramms,

  • Projektförderung der freien Kunstszene.

    Wir wollen eine Stadt mit einem vielfältigen kulturellen Spektrum. Uns geht es darum, Freiräume für neue Initiativen zu schaffen und die kulturellen Institutionen zu ermutigen, in den Stadtteilen verstärkt

    präsent zu sein.

    Mit meiner politischen Arbeit will ich erreichen, dass ich mit agieren kann, wenn es um die sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Interessen der Bürger und Bürgerinnen der Stadt Frankfurt geht.

    Als „alter“ Frankfurter bitte ich um Ihre Stimme, damit wir unsere Stadt gemeinsam noch lebenswerter gestalten können.

    Dr. Evlampios Betakis